„Kaufe weniger, aber suche bedacht aus.“

 

Dieses Zitat von Vivienne Westwood bekommt gerade wieder eine ganz neue Bedeutung. In Zeiten von „Fast Fashion“ wird das bewusste Kaufen oft vergessen – mir ging es oft nicht anders. Wenn die Tasche nur 20 € gekostet hat und dann nach einem Jahr spätestens auseinanderfällt – egal. Dann kauft man eben eine neue.

Das damit wertvolle Ressourcen verschwendet, Menschen körperlich und finanziell ausgebeutet werden, unser Planet zugemüllt und zerstört wird, ist nicht im Bewusstsein vieler Menschen. Mal abgesehen von dem fehlenden Respekt vor geleiteter Arbeit anderer.

 

Aber zum Glück bekommt der Begriff Nachhaltigkeit immer mehr Bedeutung und immer mehr Menschen und Firmen denken um.Allerdings finde ich den Begriff oft auch schwierig, denn Nachhaltigkeit ist gerade einfach auch so sehr Trend, dass auf der einen Seite mit diesem Wort nur so umsich geschmissen wird – auf der anderen Seite aber auch und kritisiert wird, wenn es nicht 100% sind.

Über diese 100% Nachhaltigkeit denke ich oft nach. Ist es überhaupt nichts wert, wenn man überhaupt etwas tut? Gerade als kleines Label ist es gar nicht so einfach alles 100% umzusetzen.

 

Ich finde das Thema sehr wichtig und möchte damit transparent umgehen. Hier erkläre ich, wie ich Nachhaltigkeit in meinem Label umsetze und lebe.

 

Leder

Leder ist ein Naturprodukt und genau das soll man den von EMMA JUNG verarbeiteten Material auch ansehen.

Darum wird nur naturbelassenes Echtleder verwendet. Anders als bei industriell gegerbtem Leder wird das von EMMA JUNG verarbeitete Leder nicht mit einer Kunststoffschicht „glattgebügelt“, sondern wird durch seine Unvollkommenheit erst einzigartig.

Canvas

Der Shopper VEIT wird aus hochwertigem GOTS-Zertifizierer Canvas aus Baumwolle gefertigt.

Der „Global Organic Textile Standard“ (GOTS) gilt in der nachhaltigen Modebranche als einer der glaubwürdigsten und relevantesten Standards für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. Es definiert nicht nur umwelttechnische Anforderungen, sondern auch soziale Aspekte entlang der Produktionskette.

Garn

Für alle Nähte wird hochwertiges Industriegarn verwendet, das zum Teil schon aus recycelten PET-Flaschen (rPET) hergestellt wird.

Leider ist die Farbauswahl hier noch nicht so groß – die Suche nach alternativen Materialien dauert hier leider noch.

 

 


Ohrstecker

Die Rohlinge für die Ohrstecker LELE sind aus 925er Sterlingsilber, welches wiederum recycelt ist und nicht neu gewonnen wurde.

 

Außerdem wird natürlich auch das besondere Ökoleder verwendet, was bei der Produktion unserer anderen Accessoires übrigbleibt.

 

 

Reißverschluss

Auch bei den Reißverschlüssen wird recyceltes PET (rPET) verwendet. Leider gibt es aktuell nur einen brauchbaren Anbieter – und so kommen die vernähten Verschlüsse aktuell aus Japan. Auch hier ist die Suche nach Alternativen noch nicht abgeschlossen.

METALL

Ein offener Punkt, wenn es um Nachhaltigkeit und Transparenz geht. Die Nickelfreien Beschläge lassen sich nur schwer nachvollziehen. Hier dauern die Nachfragen und Alternativrecherchen noch an.

 

 

 

 


Wolle

Die Wolle für die Stirnbänder - das schwarze Schaf unter den Materialien. Ich habe schon viel nachhaltige Wolle ausprobiert, aber einfach noch keine Wolle gefunden, die so weich, warm und praktisch anfüllt, wie die aktuell verarbeiteten Fäden. Die Suche dauert hier also noch an.

Sonstiges

Und weiter gehts:

  • Die Nähmaschine wird mit Ökostrom betrieben (der Rest des Ateliers natürlich auch).
  • Alle Druckerzeugnisse werden auf Recyclingpapier erstellt.
  • Rechnungen werden nur geschrieben, wenn eine benötigt wird.
  • Alle Bestellungen werden mit DHL GoGreen verschickt. Damit werden Klimaschutzprojekte gefördert, die die durch den Versand entstandenen Treibhausgase ausgleichen.
  • Schlichtes Design, das immer passend ist und alle Trends perfekt ergänzt.